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3. Nerchauer Gänsefest

Am 7. November 2015 fand bereits zum dritten Mal das Gänsefest in Grimma-Nerchau statt. Die Bürger von Nerchau nennen es liebevoll Gänse-Nerche-Fest. Im Mittelpunkt steht natürlich die Gans.  Federnschließen, Gänsehirtin, Gänserassenvorstellung, Eierausstellung usw.  Kulinarisch steht die Gans selbstverständlich ebenfalls im Mittelpunkt – beispielsweise bei Fettbemmen mit Gänsefett oder Gänseroster.

Im vergangenen Jahr verschwanden die metallenen Gänse des Brunnens über Nacht. Sie wurden aus ihrer Verankerung gerissen und gestohlen. Dank Spenden Nerchauer Bürger und Handwerksbetriebe konnte gemeinsam mit der Grimmaer Stadtverwaltung der zerstörte Gänsebrunnen wieder instand gesetzt werden. Nun sprudelt der Gänsebrunnen – festlich geschmückt – wieder in alter Schönheit.

Bild (Nerchauer Hematverein e.V.)

Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Großbardau

Zum Auftakt verschiedener Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Grimma-Großbardau fand am vergangenen Samstag ein Festakt in der Gaststätte „Weintraube“ statt.

CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes hat neben den Mitgliedern der Feuerwehr auch zahlreiche Ehrengäste begrüßt. Die große Resonanz auf die Einladung zeige, wie sehr der Dienst zum Wohle aller geschätzt werde und wie groß die Verbundenheit der Freiwilligen Feuerwehr und den geladenen Gästen sei. „Seit 75 Jahren sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr  bereit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen; seit 75 Jahren leisten sie freiwilligen, ehrenamtlichen Dienst, um Leben und Gesundheit, um Hab und Gut ihrer Mitmenschen zu schützen. Dafür möchte ich Ihnen, den heutigen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, ganz herzlich danken. Danken möchte ich zudem Ihren Angehörigen, ohne deren Verständnis und Unterstützung eine so große Einsatzbereitschaft wohl kaum möglich wäre.“  Weiter betonte er, „ die Gemeinschaft brauche die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, ihren Mut, ihr Wissen, ihre Umsicht und die Bereitschaft, dorthin zu rennen, von wo andere weglaufen. Deshalb bin ich froh, dass es der Stadt Grimma gelungen ist, ein Bau des neuen Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Großbardau mit ansprechenden Gemeinschaftsräumen zu ermöglichen.“  

Foto: Privat

Ortswehreiter Andreas Wittig übergibt die Ehrenurkunde an das noch wehrangehörigen Gründungsmitglied

Tolle Tage mit Schülern aus Kasachstan

Tränen mag es heute in Colditz geben, wenn die kasachischen Austauschschüler Abschied nehmen. Zwei Wochen lang besuchten sie den Unterricht in der Sophienschule, unternahmen Ausflüge und verbrachten die Freizeit in ihren Gastfamilien.Nun geht’s zurück in die Heimat.
17 Sechst- bis Elftklässler vom Gymnasium Nummer elf in Almaty, der früheren kasachischen Hauptstadt, waren mit ganz konkreten Vorstellungen in die Bundesrepublik gekommen. “Sie möchten hier studieren”, sagte die stellvertretende Leiterin der Bildungsstätte, Aiman Akylbekova. Fünf der Schüler hätten schon zugesagte Plätze an der Universität Leipzig in der Tasche, andere in Marburg und Hannover. Deutsch sprechen sie alle perfekt, weil es als erste Fremdsprache an ihrem Gymnasium unterrichtet wird.
So war die Kommunikation kein Problem. Die Gäste konnten dem Unterricht folgen, sich aber auch auf den Ausflügen verständigen. Sie besuchten unter anderem Dresden, das Elbsandsteingebirge, den Fichtelberg, Seiffen und die Burg Kriebstein. Eine Schlauchbootfahrt auf der Mulde rundete ihr Programm ab.
Immer mit dabei waren ihre deutschen Partnerschüler, die zum Großteil im vergangenen Jahr 14 Tage in Almaty verbracht und damit eine Tradition begründet hatten, die Russischlehrerin Monika Guhlmann auf alle Fälle fortsetzen will. “Nächstes Jahr fahren wir wieder für zwei Wochen zum Gymnasium nach Kasachstan. Wir haben schon viele Interessenten aus den Klassen fünf bis neun”, sagte sie. “Die jetzigen Zehntklässler können dann natürlich nicht mehr mit, denn sie verlassen demnächst unsere Oberschule. Ich hoffe aber, dass die Freundschaften, die sich gebildet haben, bestehen bleiben.”
Die deutsche Seite verbindet etwas andere Erwartungen mit dem Kontakt. Den Schülern geht es nicht um ein Studium im fernen Land. “Wir wollen in ihnen Verständnis für fremde Kulturen mit ihren Sitten und Bräuchen wecken, Vorurteile abbauen und die Russisch-Kenntnisse vertiefen”, so Guhlmann. Das begrüßte der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes, der sich ein Bild vom Schüleraustausch verschaffte: “Besser kann man Völkerverständigung nicht machen.” von Frank Pfeifer

Quelle: LVZ Muldental vom 08.05.2015

Bild: privat

Ran an die Kuh: Bei Colditzer Schul-Skills schnuppern Schüler schon Azubi-Luft

26 Firmen beteiligen sich bei Mini-Ausgabe der Berufe-WM / Kontaktaufnahme hilft auch den Betrieben

Von Frank Pfeifer
Colditz. Im Grunde wollte der Raumausstatter Böhme-Voigt aus der Töpfergasse keine Lehrlinge aufnehmen. Doch als sich der Betrieb im vergangenen Jahr zu den ersten Schul-Skills in der Sophienschule präsentierte, probierte sich Maximilian Völkel an dessen Technik aus und leckte Blut. Er bewarb sich später bei dem Unternehmen, das ihn dann als Auszubildenden einstellte. Gestern nun, zur zweiten Auflage der recht ungewöhnlichen Veranstaltung zur Berufsorientierung, verlegte er in Leipzig gerade einen Fußbodenbelag, während ein Freund von ihm den gleichen ersten Schritt ging: Patrick van Thiel.
“Er macht sich ganz gut”, urteilt Firmenchefin Kerstin Böhme. Der 16-Jährige sitzt zum ersten Mal in seinem Leben an einer Nähmaschine, muss ein Kissen herstellen. Und er ist begeistert. So wie ihm geht es wohl den meisten Oberschülern, die sich entsprechend ihrer Wünsche und Fähigkeiten aus 26 Angeboten vier Betriebe aussuchen können, die sie näher kennenlernen wollen. Und das nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch.
Sie ziehen unter anderem Mauern hoch, lernen, wie pflegebedürftige Menschen gelagert werden, melken eine künstliche Kuh, zimmern Holzbänke, spülen eine Abwasserleitung frei oder absolvieren einen sportlichen Parcours der Bundeswehr. Eine halbe Stunde lang beobachten die Firmenvertreter, wie der Einzelne seine Aufgabe erledigt. Dafür gibt’s für jeden sogenannte Kompetenz-Armbänder. Sie zeigen an, wer beispielsweise durch logisches Denken hervorsticht, Kreativität oder Ausdauer zeigt. “So werden Stärken deutlich gemacht, anstatt auf Schwächen zu verweisen”, erläutert Ronny Kritz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Schul-Skills zusammen mit der Agentur für Arbeit Oschatz und der Leipziger Zarof GmbH unterstützt.
Praxisnähe schreibt die Sophienschule schon lange groß. Sie hat sogar einen eigenen Neigungskurs entwickelt, die Einführung in die Marktwirtschaft. Vier Stunden pro Woche sind die Mädchen und Jungen in ansässigen Betrieben wie Anona und Hagebaumarkt tätig, aber auch in Kindertagesstätten.
Das aber reichte Beratungslehrerin Simone Priemer nicht. Für die Bildungsstätte, die 2008 das sächsische Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung errang und fünf Jahre später verteidigte, wollte sie mehr. Als sie 2013 mit Schülern die Weltmeisterschaft der Berufe, die World-Skills, in Leipzig besuchte, kam ihr die Idee, etwas ähnliches in Colditz zu probieren, freilich in einem ganz anderen Rahmen.
Schulsozialarbeiterin, Kompetenzberaterin, Praxisbetreuerin, Förderverein der Schule und Eltern zogen mit. Beim Unternehmerstammtisch der Stadt rannte Priemer offene Türen ein. 19 Firmen beteiligten sich zur Premiere im vergangenen Jahr, bei der, wie das Beispiel von Maximilian Völkel zeigt, die Basis für künftige Laufbahnen gelegt wurde.
Gestern sind es also 26 Betriebe, die den Kontakt zum Nachwuchs suchen. Schüler werden auf sie aufmerksam und Firmen entdecken Schüler, die sie für sich gewinnen wollen, vielleicht zunächst erst einmal für ein Praktikum. “Das geschieht mit viel Engagement und ist wichtig, um den Schulstandort zu erhalten”, urteilt der Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes (CDU), der die Veranstaltung besucht. Für andere Bildungseinrichtungen sollten derartige praxisnahen Berufsorientierungen ein Vorbild sein.
Während sich die Erwachsenen über solche grundlegenden Fragen Gedanken machen, hat Patrick van Thiel sein Kissen fertig, möchte weiter zur nächsten Station, wo er ins Friseurhandwerk hineinschnuppern will. Eigentlich bräuchte er das alles nicht, denn er hat schon eine Fotografen-Lehrstelle in Leipzig gesichert. Trotzdem findet er die Schul-Skills gut. “Man kann immer dazu lernen”, sagt er. “Das erweitert den Horizont.”

Quelle: LVZ Muldental vom 07.05.2015

Foto: privat

Neues Mitglied im Stiftungsrat “Partheland Campus”

MdL Svend Gunnar Kirmes verstärkt Naunhofer Campus-Stiftung
Der CDU-Landtagsabgeordnete Svend Gunnar Kirmes verstärkt künftig das Team der Naunhofer Partheland Campus Stiftung. Der 64jährige Rechtsanwalt erhält einen Sitz im Stiftungsrat. „Wir freuen uns außerordentlich, mit Svend Gunnar Kirmes einen überaus sympathischen, schlagkräftigen und hervorragend vernetzten Mitstreiter für unsere großen Ziele gewonnen zu haben“, begrüßte Campus-Stiftungsvorsitzender Joachim Burchert die Personalentscheidung des Stiftungsrats der Schulstiftung.
„Diese Berufung ist mir eine Ehre. Da musste ich nicht lange überlegen. Ein solch hervorragendes bürgerliches Bildungsengagement verdient meine volle Unterstützung“, so Kirmes, der insbesondere von der Eigeninitiative des Campus angetan ist. Kirmes: „Gerade wenn das Umfeld und die Bedingungen schwierig sind, zeigt sich die wahre Stärke der Idee und der feste Wille derer, die dahinter stehen.“
Für die Arbeit der Stiftung will Kirmes seine politischen und wirtschaftlichen Verbindungen einbringen, um den weiteren Ausbau des Gymnasiums zu unterstützen und sicherzustellen. „Als Politiker trage ich Verantwortung für die Bildung in Sachsen und als Vater und Großvater weiß ich wie wichtig Bildung  ist. Bereits in den vergangenen Jahren habe ich mich für den Erhalt und den Ausbau einer vielgestaltigen Schullandschaft im ländlichen Raum engagiert. In Naunhof arbeitet und wächst ein Gymnasium mit einer besonderen Qualität heran, da gilt es anzupacken“, ist Kirmes überzeugt.

Quelle: http://fv-fgn.de

Tandem-Modell soll Oberschulen sichern

Kultusministerin Brunhild Kurth plädiert in Colditz für Erhalt der Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum.

Von Robin Seidler
Colditz. “Was ihr hier habt, ist riesig. Ich habe heute viel Kreativität und Kompetenz herausgehört, Hut ab davor. Das ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann.” So lobte am Donnerstagabend fast zum Schluss einer Podiumsdiskussion in der Sophienschule der Schauspieler Hendrik Duryn die Verantwortlichen. In der Fernsehserie “Der Lehrer” glänzt der Hauptdarsteller eher mit ungewöhnlichen pädagogischen Methoden, um seine Schüler zu zügeln. Nun bekamen er und gut 150 Interessierte beim Besuch der sächsischen Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) einen Einblick in die Schulpolitik des Freistaats.
Andreas Horn, Leiter der Colditzer Bildungsstätte, stellte zu Beginn den Alltag, die verschiedenen Angebote sowie Kooperationen und Erfolge seines Hauses vor. In der Diskussionsrunde ging Lehrerin Simone Priemer unter anderem auf die Rezertifizierung des Qualitätssiegels ein. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt – vor allem von der hohen Anzahl der anwesenden Schüler.
Nachdem sie vor wenigen Tagen mit dem Vorstoß in Erscheinung getreten war, in den Grundschulen des ländlichen Raumes jahresübergreifende Klassen zu bilden, kam sie nach Colditz mit einer Idee für Oberschulen. “Schule ist Standortfaktor. Wir können definitiv nicht in eine Schulschließungswelle übergehen”, erklärte sie und schlug Kooperationen zwischen Schulen im ländlichen Raum mit einem sogenannten Tandem-Modell vor. Kurth: “Das heißt, dass zwei nah zueinander liegende Oberschulen durchaus eine gemeinsame Schulleitung haben können.”
Andererseits seien derzeit im Colditzer Fall 25 Anmeldung für eine fünfte Klasse notwendig, damit das Moratorium greift. “An dieser Zahl ist auch nicht zu rütteln”, betonte die Ministerin. Kritik kam auf, dass jener Wert kaum variabel sei; der Klassenteiler müsse im ländlichen Raum herabgesetzt werden. Laut dem Leiter der Regionalstelle Leipzig der Sächsischen Bildungsagentur, Ralf Berger, ist das eine Frage der Abwägung. “Man muss dabei sinnvoll mit Lehrerressourcen umgehen. Es gibt aber durchaus Differenzierungsmöglichkeiten”, meinte er.
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Fördervereins der Sophienschule, Sonja Schilde, brachte einen weiteren Punkt in die Diskussion ein. “Ich bin dafür, dass auch bei den weiterführenden Schulen Schulbezirke eingerichtet werden, um so die Standortsicherheit zu gewährleisten”, erklärte sie. Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) bekräftigte ihre Meinung: “Im ländlichen Raum wären Schulbezirke ganz gut. Wir sind jahrelang in einen Konkurrenzkampf geraten, den niemand wollte. In einem Unterzentrum wie Colditz braucht man allerdings eine Oberschule. Wir liegen hier an der äußersten Grenze des Landkreises.”
Von der Idee der Einführung von Schulbezirken zeigte sich die Kultusministerin hingegen nicht angetan. “Das würde die Freiheit einengen”, konterte sie. Kurth schlug den Verantwortlichen der Sophienschule vor, regelmäßig an einem runden Tisch Gespräche zu führen, mit welchem Konzept die Einrichtung in die Zukunft gehen will.
Zudem werde sie sich bemühen, dass die Zukunft der sächsischen Oberschulen nicht nur ein Wahlkampfthema ist, sondern unter der neuen Regierung nach der Landtagswahl im August schnell die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden. Vorschläge dazu könnten durchaus noch von den einzelnen Schulen eingebracht werden.

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LVZ Muldental vom 07.06.2014

Bilder: privat