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Steinbacher Feuerwehr bekommt ein neues Gerätehaus

Im November 2012 wurde der Grundstein für ein modernes Gerätehaus gelegt. Sehr lange haben die Steinbacher Feuerwehrleute auf diesen Moment gewartet. Seit Jahrzehnten verfügt die Wehr über zwei Standorte im Dorf, die beide völlig unzureichend waren. Sie lagen weit auseinander, das verschärfte die Situation bei Einsätzen. Ein neues Gerätehaus musste gebaut werden.

Und nun war es soweit: am 23. August wurde das neue Gerätehaus eingeweiht.

480 000 Euro kostet das Gebäude, 321 000 Euro dieser Summe sind Fördermittel. Jetzt gibt es genug Platz für alle Fahrzeuge unter einem Dach. Das Gerätehaus bietet einen großen Umkleideraum mit den neuen Spinden, Duschen, Toiletten und einen Schulungsraum. Svend-Gunnar Kirmes MdL gratulierte die Kameraden. Er spendet  einen Beamer für die bessere Durchführung von Schulungen und Versammlungen.

Puppentheater sorgt für Freude

Kindergarten

Puppentheater sorgt für Freude

Grimma (r). Eine Puppentheatervorstellung für den vom Hochwasser betroffen Kindergarten “Am Grimmaer Schwanenteich” organisierte der Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes (CDU). Das Puppentheater “Tron-Ton-Ton” aus Leipzig spielte das Stück “Wer hat Miau gesagt” vor mehr als 50 Kindern. Die Kinder waren begeistert und haben vom Künstler eine Zugabe gefordert. Kirmes: “Das war eine gelungene Überraschung. Die Kinder haben momentan keinen Spielplatz, wo sie rumtoben können. Deswegen habe ich mir überlegt, den Kindern mit einer Puppentheatervorstellung ein bisschen Freude zu bereiten.” Die Kinder hatten großen Spass an den Abenteuern, die der kleine Hund auf der Suche nach dem, der Miau gesagt hat, erlebte.” LVZ Muldental 26.06.2013

Neues Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetz gewährleistet Schutz der Bevölkerung

(Dresden, 16. Mai 2013) In der heutigen Plenardebatte zur zweiten Lesung des Entwurfs zum Gesetz über den Vollzug der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung im Freistaat Sachsen erklärt Svend-Gunnar Kirmes, Berichterstatter der CDU-Fraktion: „Das heute zur Abstimmung stehende Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetz schafft eine gute Grundlage für den Vollzug der Sicherungsverwahrung im Freistaat Sachsen. Der Gesetzentwurf beachtet das Abstandsgebot, das heißt die verfassungsrechtlich vorgegebene Differenzierung zwischen dem Vollzug der Sicherungsverwahrung und dem Vollzug von Freiheitsstrafen. Gleichzeitig setzt der Entwurf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dahingehend um, dass durch die Gewährleistung eines ausreichenden therapeutischen Angebotes und anderer Vollzugsmaßnahmen die Gefährlichkeit der Untergebrachten minimiert wird. Insbesondere gewährleistet der Gesetzentwurf aber die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Straftätern.“  um Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 4. Mai 2011 die Bestimmungen des Strafgesetzbuches über die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt. Gleichzeitig hat es Bund und Länder beauftragt, bis zum 31. Mai 2013 ein Konzept zu entwickeln, das dem verfassungsrechtlichen Abstandsgebot Rechnung trägt. Abstandsgebot bedeutet, dass sich der Vollzug der Sicherungsverwahrung deutlich vom Vollzug einer Freiheitsstrafe unterscheiden muss. Der Bund hat diese Vorgaben bereits durch ein Gesetz geregelt. Allerdings ist der Vollzug Ländersache, so dass bis zum 1. Juni 2013 ein Landesgesetz zum Sicherungsverwahrungsvollzug in Kraft treten muss. Für die Zukunft plant der Freistaat Sachsen, die Sicherungsverwahrten in einem separaten Hafthaus, das momentan saniert und umgebaut wird, auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Bautzen unterzubringen.

 

Weitere Fördermittel für Schulsanierung in Grimma

Die innere Sanierung der Wilhelm-Ostwald-Schule in Grimma-Süd wird mit Landesmitteln unterstützt. “Eine schöne Schulfassade, eine wunderbare Turnhalle, ein einladender Spielplatz vor der Haustür dieser Schule – auf diesen guten äußeren Eindruck hatte ich mich selbst zunächst verlassen. Bis mich im Januar diesen Jahres ein Sorgenbrief der Eltern-Vertretung erreichte und ich mir vor Ort ein Bild machte von der Misere im Schulgebäude”, skizziert der Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes die Vorgeschichte. Dies sei ihm Anlass gewesen, beim Kultusministerium vorzusprechen, um eine Förderung für die Innensanierung zu beschleunigen.

Entsprechend der Dringlichkeitsliste des sächsischen Kultusministeriums bearbeitet nun die Sächsische Aufbaubank den Grimmaer Fördermittelantrag. Dies ist Grundlage für den zu erlassenden Bescheid, dessen konkrete Bezifferung (40% der zuwendungsfähigen Bausumme) dann erfolgt. In diesem Tenor antwortet die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth auf den Hilferuf der Elternvertreter an sie vom Ende letzten Jahres.

Vorrangig aus Mitteln des Konjunkturpakets II erfolgte im Zeitraum bis  2010 die energetische Sanierung des Plattenbaus aus den 1980ern. Für den Standort ein erster Schritt in die richtige Richtung. Für den dringend notwendigen Innenausbau aber – in Weiterführung der Sanierung – waren keine Mittel im Haushalt der Stadt Grimma geplant. Folge: Seit mehr als zwei Jahren hängen Elektrokabel von den Decken, Wände sind nicht gestrichen, kurzum: es sieht traurig aus.

Auch wenn es grundsätzliche Aufgabe der Kommune als Schulträger ist, für den baulichen Zustand und die Ausstattung von Schulen zu sorgen, setzte sich der Landtagsabgeordnete beim Kultusministerium dafür ein, dass das “halbfertige” Vorhaben in Grimma-Süd zu den kommunalen Projekten gehört, die aus dem Schulhausbudget unterstützt werden. Insgesamt sieht der Doppelhaushalt 2013/2014 des Freistaats Sachsen dafür insgesamt 165 Mio EUR vor. “Davon wichtige Vorhaben im Muldental befördern zu können, habe ich mir selbstverständlich zur Aufgabe gemacht”, unterstreicht Kirmes. Nach der freudigen Nachricht “aus Dresden” gelte es nun, dass nach Eintreffen des Bescheids die Mittel von Stadt und Freistaat zügig in Handwerkerleistungen umgesetzt werden – zugunsten der Schullandschaft im Muldental und der regionalen Wirtschaft.

Endlich mehr Geld für neue Halle

Knapp zwei Drittel der Gesamtkosten muss Bad Lausick selbst aufbringen

Bad Lausick. Eine Million Euro sind eine Menge Geld. Und doch deckt der Förderbescheid der Sächsischen Aufbaubank, der gestern in der Bad Lausicker Mittelschule übergeben wurde, nur die “kleinere Hälfte” jener Investition ab, die die Kurstadt nebenan tätigen will. Knapp drei Millionen Euro soll die Zwei-Felder-Halle kosten, die die mehr als anderthalb Jahrhunderte alte Turnhalle ablösen soll. Ein Projekt, das Schul- wie Vereinssport gleichermaßen zugute kommen soll.
1055000 Euro sind 40 Prozent von knapp drei Millionen Euro? Ein Rechenfehler liegt nicht vor. Die Zuwendung der Sächsischen Aufbaubank legt – wie es üblich ist – die förderfähigen Kosten zugrunde. Auch wenn die Bad Lausicker selbst tief in das Stadtsäckel greifen müssen: Erst dank der Landes-Million wird der seit Jahren geplante und dringend nötige Neubau möglich. Im nächsten und übernächsten Jahr soll die neue Halle wenige Meter neben der Mittelschule entstehen. Und da die Schule selbst zurzeit mit erheblichem Fördergeld saniert wird, bot gestern Vormittag die erst in Teilen fertiggestellte Aula den passenden Rahmen für die Übergabe des Bescheides aus Dresden. Zwar ist die Decke mit dem Stuck bereits wiederhergestellt, doch ist der Raum darunter noch eine Baustelle mit aufgerissenen Wänden und ohne Fußboden.
“Für künftige Generationen optimale Bildungsverhältnisse schaffen”, so beschrieb Thomas Rechentin, Abteilungsleiter im Kultusministerium, das Ziel des Freistaates. Zwar sei die Wunschliste jener sächsischen Kommunen, die in Schul- und Sportgebäude investieren wollten und müssten, lang, doch könne Grund man für Bad Lausick auf der “Nachrücker-Liste” freiwerdende Mittel zur Verfügung stellen. Maßgeblich darum bemüht hatte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes. “Keine halben Sachen”, sagte er mit Blick auf die aktuelle Schulsanierung. Der Bau einer Halle für den Sportunterricht, die auch der Vereinssport nutzen könne, sei nicht länger aufschiebbar. Deshalb dürfe die Kommune nicht bei der Modernisierung des Schulgebäudes stehenbleiben, quasi auf halbem Weg. Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) forderte er auf: “Wenn die Schule fertig ist, wollen wir an der Turnhalle sehen, dass es vorwärts geht!” Das sagte Eisenmann gern zu. Lange habe man sich um dieses Projekt bemüht, das “zukunftsweisend für die Mittelschule und die Stadt” sei.
Höchste Zeit sei es, sagte Miriam Michael aus der Klasse 10b. Zwar sei sie selbst kein Nutznießer des Neubaus mehr. “Aber ich finde es toll, dass es losgeht. Die alte Halle, die ist nicht so…” Auf den Nenner “ziemlich alt” brachte Alida Gasch (Klasse 5a) die 1846 erbaute Turnhalle und die Vorfreude ist bei ihr und ihren Mitschülern entsprechend groß. Auch bei den Eltern. “Ich freue mich sehr, dass nun doch noch Mittel gefunden wurden, um mit dem Bau zu beginnen. Das war ein langer Kampf”, sagte Elternsprecherin Kathrin Naumann. Ein Kampf, in den sich die Eltern eingeschaltet hatten wie auch der Förderverein der Mittelschule. Wenn die Zwei-Felder-Halle stehe, dann profitiere die gesamte Stadt davon, ist Kathrin Naumann überzeugt. Dann bleibe im Grunde nur noch eines zu tun: Den Sportplatz, der sich an die Halle anschließe, so zu gestalten, dass er diesen Namen verdiene.
Ekkehard Schulreich

Grund zur Freude: Thomas Rechentin (r.) übergibt an den Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann den Förderbescheid der Sächsischen Aufbaubank. Das findet den Beifall des Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes. Foto: Jens Paul Taubert

Am Anfang einer wichtigen Entwicklung

Am Anfang einer wichtigen Entwicklung

Im Gymnasium St. Augustin diskutieren Politiker und Bürger über die Zuwanderungspolitik Sachsens

Grimma/Borna. “Wir werden mit der Zeit Deutsche aus aller Welt”, sagt Landtagsabgeordneter Martin Gillo (CDU). Der sächsische Ausländerbeauftragte ist sicher, dass bis 2035 in Deutschland mehr als 50 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben werden. Am Dienstagabend fand die Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 im Gymnasium St. Augustin statt. Rund 25 Teilnehmer diskutierten nach dem Vortrag mit dem Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes (CDU), der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf (CDU) sowie dem Schuldirektor Wolf-Dieter Goecke.
Die entscheidende Frage sei: Wie kann Zuwanderung in Sachsen konstruktiv funktionieren? Der Begriff Zuwanderung umfasse, für Gillo, drei Bereiche: Menschen unterstützen, die es brauchen; Identität erhalten und Zukunft sicherstellen. Aktuell habe in Deutschland jeder Fünfte einen Migrationshintergrund. Es muss angemerkt werden, dass es im Muldentalkreis aktuell 1,8 Prozent sind
“Die Fremdenfeindlichkeit ist uns angeboren.” Gillo begründet dies über den Aufbau des menschlichen Gehirns und die innersten Triebe. Aber: Mit der evolutionären Entwicklung des Großhirns, dem Sitz der menschlichen Intelligenz, sei den Menschen die Möglichkeit gegeben worden, dass zu erkennen und dagegen zu arbeiten.
Damit Integration auch funktionieren könne, müssten Gemeinsamkeiten erarbeitet werden, dabei könnten Wertearbeit und Bildung verbinden, so Gillo. “Wir müssen erkennen, dass wir alle Menschen sind”, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete im Anzug mit Turnschuhen.
Denn bis 2020 werde die Einwohnerzahl im Landkreis Leipzig um acht Prozent sinken. Fachkräfte aus dem Ausland seien dann gefragt, um die Wirtschaftskraft zu erhalten. Ein Problem in Sachsen ist, dass “elf Prozent aller Studenten aus dem Ausland kommen”, erklärt Gillo, “aber viele gehen im Anschluss in andere Bundesländer”. Es könne nicht sein, dass der Freistaat die Ausbildung finanziere und im Anschluss andere davon profitierten.
Ein anderes Problem ist die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Das Berufsqualifikationsfeststellungsesetz (BQFG) ist am 1.April 2012 in Kraft getreten, “für Heil- und Handwerksberufe” , sagt Gillo. Außerdem wisse er, dass es in den kommenden Monaten an dieser Stelle weiter voran gehen soll.
“Es ist bereits viel geschehen in den letzten fünf Jahren”, sagt die Bundestagsabgeordnete Landgraf. Damals wären solche Unterhaltungen noch unmöglich gewesen. Das Wort der Zukunft sei Bildung. “Die Leute auf dem Land sind festgefahrener”, so Landgraf, wenn sie etwa Berlin und Grimma vergleiche. Aber in Zukunft müsse und werde sich das ändern.
Die andere Seite der Zuwanderung sind die Asylbewerber, die nicht als hochqualifizierte Fachkräfte nach Sachsen kommen, sondern als politische Flüchtlinge. “Sie sagen, wir haben Angst vor Fremden”, sagt Helga Schneider vom Projekt Flüchtlingshilfe der Diakonie Leipziger Land, “aber wo sollen sie sich präsentieren?” Die Asylanten würden verzweifeln, weil sie vom Heim in Bahren nicht einmal bis nach Leipzig fahren dürften, wenn sie eine Arbeit haben wollen. “Die Wirtschaft muss die Leute akzeptieren”, antwortet Gillo. Dazu müsse an der Duldung gearbeitet werden. Denn meist werde im Rhythmus von drei Monaten verlängert – eine sogenannte Kettenduldung.
So einen Fall erlebt ein Iraner gerade im Asylbewerberheim Elbisbach. “Seit zwölf Jahren ist er geduldet, zwei Verfahren worden abgelehnt”, sagt Sandra Münch vom gemeinnützigen Bornaer Verein Bon Courage. Mittlerweile klage der Iraner gegen diesen Zustand, berichtet dieser selbst in astreinem Deutsch in der Aula des Gymnasium St. Augustin. Gillo wolle einen Härtefallantrag prüfen lasse, sagt aber später noch, dass dies nur möglich sei, wenn keine Verfahren mehr laufen. “Wir sind noch am Anfang einer Entwicklung”, erklärt Gillo. Matthias Pöls

Hochrangige Gruppe: Wolf-Dieter Goecke (v.l.), Katharina Landgraf, Svend-Gunnar Kirmes und Martin Gillo diskutieren mit Bürgern über Zuwanderung. Foto: Matthias Pöls

 

 

“Ja, wir bleiben im Zeitrahmen”

Finanzminister Georg Unland besichtigt das künftige Justizzentrum im Grimmaer Schloss

Grimma. Noch werden im Amtsgericht Grimma Urteile im Namen des Volkes in Verhandlungsräumen gesprochen, die im Hauptgebäude der TLG in der Bahnhofstraße gar auf drei verschiedenen Etagen verteilt sind. Doch die Tage des seit über ein Jahrzehnt andauernden Provisoriums sind gezählt. Das neuen Domizil im Schloss steht kurz vor der Fertigstellung. Darüber verschaffte sich der Sächsische Staatsminister für Finanzen, Georg Unland, gestern einen Überblick. Er kam auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes in die Muldestadt.

So wie der Freistaat als Eigentümer des Schlosses den Hut aufhat für die Umnutzung als Justizzentrum, in dem das Amtsgericht und eine Außenstelle der Staatsanwaltschaft Leipzig ihren Sitz bekommen, mussten die Besucher erst einmal einen Bauschutzhelm aufsetzen. “Wer sich mit dem Einstellen der Kopfgröße nicht auskennt, ich kann da helfen”, outete sich Unland als Experte im Maschinenbau, “wo permanent Helmpflicht besteht”. Und so ausgerüstet bekam er historische Mauern zu Gesicht, die im 15. Jahrhundert als Nebenresidenz des sächsischen Fürstengeschlechts der Wettiner erbaut worden waren. Einer der prominentesten Bewohner war Albrecht der Beherzte, er wurde als Stammvater der albertinischen Linie 1443 auf Schloss Grimma geboren.

Doch bei ihrem Rundgang stießen die Besucher nicht auf seine Wiege, sondern vielmehr auf “Schaufenster in die Geschichte des Bauwerkes”, wie es Dörthe Kruse vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Abteilung Justizbauten, formulierte und zu erklären wusste. Beispiele seien ein alter Kamin aus dem 16. Jahrhundert im Treppenhaus oder auch ein versteckter Treppenaufgang im großen Sitzungssaal und alte Fensterbögen. Alles restaurierte Elemente, die dank einer Glasscheibe wieder sichtbar gemacht werden. Glas spielt auch eine große Rolle sowohl im Eingangs- als auch Übergangsbereich des neuen Justizzentrums. Was Unland zum Witzeln veranlasste. “Und wie viele Eimer gehören zur Grundausstattung?” Doch diesen ministerialen Scherz ignorierte Dörthe Kruse souverän und versicherte stattdessen, dass der Bau mit Glas zwar eine große Herausforderung darstelle, aber sicher ist vor Nässe. Viel wichtiger erschien es ihr, den Minister darauf hinzuweisen, dass man im April 2010 mit dem Umbau begonnen habe und Anfang November der Hammer fallen soll. “Wir sind kurz vor Fertigstellung. Im Wesentlichen sind nur noch Maler und Fußbodenverleger am Arbeiten. Ja, wir bleiben im Zeitrahmen”, strahlte Dörthe Kruse.

Ebenso klopfen sich die Verantwortlichen auf die Schulter, die Kosten von 14,5 Millionen Euro nicht zu überziehen. “Gut investiertes Geld, weil es in unsere Philosophie passt, alte Bausubstanz zu erhalten, für die es sonst schwer ist, eine vernünftige Nutzung zu finden”, sagte Unland. Nachhaltigkeit sei das Stichwort. “Denn in dieser Konstellation tun wir etwas für die Kommunen und Städte, weil der Freistaat seinen Betrag leistet, die alten Stadtbilder zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen.” Frank Schmidt

Georg Unland: Gut investiertes Geld, weil es in unsere Philosophie passt, alte Bausubstanz zu erhalten, für die es sonst schwer ist, eine vernünftige Nutzung zu finden.

 

Blaulicht-Cup

Feuerwehren im Muldental gehen an die Netze

Grimma. Zum vierten Mal findet im Beachvolleyball-Sachsen-Center in Grimma Süd der Blaulicht-Cup statt. Dazu ruft der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes als Veranstalter alle Feuerwehrmänner und -frauen im Muldental für den kommenden Sonnabend ab zehn Uhr an die Netze. “Wir wollen die Feuerwehraktiven wieder in ausgesprochen fröhlicher und lockerer Runde zusammenbringen. Im Vordergrund soll in diesem Jahr der Spaß stehen, ohne dem sportlichen Ehrgeiz, den die Kameradinnen und Kameraden ja fast von Natur aus mitbringen, einen Abbruch zu tun”, sagt der Landespolitiker. Eingeladen sind aber auch Partner und Freunde sowie sportbegeisterte Zuschauer. Gespielt werde in Teams zu je vier Spielern, deren Besetzung aber auch von Spiel zu Spiel wechseln darf. Der Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes hofft für das Beachvolleyball-Turnier nicht nur auf eine rege Teilnahme durch Spieler, sondern dass auch möglichst viele Zuschauer den Weg bis an die Plätze finden. Frank Schmidt

Feuerwehrmänner und -frauen beim Beachvolleyball: Die Kameraden folgen der Einladung zum Sport unter Palmen. Der Blaulicht-Cup ruft an die Netze im Beachvolleyball-Sachsen-Center

Die größte Summe aller Zeiten

Colditz erhält 1,2 Millionen Euro Fördermittel für Modernisierungen im Stadtkern / Multifunktionseinrichtung soll entstehen

Colditz. Mit 1,2 Millionen Euro ist es für Colditz die bisher größte Einzelzuwendung für eine Fördermaßnahme, die je eintraf. Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) durfte sie gestern aus den Händen von Innenstaatssekretär Michael Wilhelm entgegennehmen. Damit können nun energetische und funktionale Modernisierungen im Stadtkern vorgenommen werden.

Da Schmiedel noch gar nicht so lange Stadtoberhaupt von Colditz ist, war es mehr als nur eine Randbemerkung von ihm, dass der Zuwendungsbescheid ein Ergebnis der Arbeit seiner Mitarbeiter in der Verwaltung sei, die seit Jahren bemüht sind, die Innenstadtsanierung voranzutreiben. Mit den nun zur Verfügung gestellten Mitteln wird die alte Bildungs- und Begegnungsstätte saniert. Auf diese Weise soll daraus in den nächsten drei Jahren eine zentrale Multifunktionseinrichtung entstehen, in der Hort, Kindergarten sowie Bibliothek ein Zuhause bekommen, aber auch Vereins- und Funktionsräume eingerichtet werden.

Zudem soll das im 15. Jahrhundert erbaute Rathaus am Markt saniert werden. Angedacht ist, so Silka Gläser aus dem Bauamt, dass sich die Sanierungsmaßnahmen ausschließlich auf das Innere des Renaissance-Gebäudes beziehen. Welchen Handlungsbedarf es dort gibt, führte der Rathauschef persönlich seinen Gästen mit einem Rundgang vor Augen.
Die baulichen Maßnahmen werden über das seit 2010 laufende Bund-Länder-Programm “Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerk” gefördert. Besonders für Colditz in einer strukturschwachen Region ein wahrer Segen, nachdem der Freistaat als Eigentümer schon beträchtliche Millionenbeträge in die Sanierung und Umnutzung des Schlosses investiert hat.
Möglicherweise soll im Glanz der hoch oben über der Stadt thronenden Schlossmauern nun auch die ganze Stadt erstrahlen, wofür sich der Freistaat infolge seines Engagements am und im Schloss den Colditzer Bürgern gegenüber geradezu verpflichtet fühlt. Doch das relativiert Innenstaatssekretär Wilhelm: “Das Ziel der Fördermaßnahme ist, durch Zuwendungen für städtebauliche Gesamtmaßnahmen die öffentliche Daseinsvorsorge der Gemeinden zu sichern. Und Colditz ist da nur eine von bislang acht sächsischen Gemeinden, die von insgesamt 11,3 Millionen Euro profitieren.”
Auch Schmiedel will darin nur bedingt einen Zusammenhang sehen. “Es ist natürlich schön, wenn nach der Sanierung des Schlosses auch die ehemalige Residenzstadt Colditz mit Fördermitteln auflebt. Aber der Freistaat hat eine Führsorgepflicht für alle Städte und Gemeinden und nicht nur für Colditz.” Dennoch hielt Schmiedel nicht mit seinen Visionen hinterm Berg, die über das nun Machbare weit hinausgehen: “Colditz hatte einmal fünf Stadttore. Wir sollten wenigstens eins wieder aufbauen, etwa das Nicolaitor. Damit kann man den Altstadtcharakter wieder herstellen.” Frank Schmidt

Die Baupläne liegen auf dem Tisch, das Geld dafür ist nun auch da: Michael Wilhelm vom Innenministerium bringt Matthias Schmiedel (v.l.) den Zuwendungsbescheid für Baumaßnahmen, die Silka Gläser (Mitte) zu erklären weiß.

LVZ Muldental vom 13.09.2012