Archiv der Kategorie: Aktuell

Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Großbardau

Zum Auftakt verschiedener Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Grimma-Großbardau fand am vergangenen Samstag ein Festakt in der Gaststätte „Weintraube“ statt.

CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes hat neben den Mitgliedern der Feuerwehr auch zahlreiche Ehrengäste begrüßt. Die große Resonanz auf die Einladung zeige, wie sehr der Dienst zum Wohle aller geschätzt werde und wie groß die Verbundenheit der Freiwilligen Feuerwehr und den geladenen Gästen sei. „Seit 75 Jahren sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr  bereit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen; seit 75 Jahren leisten sie freiwilligen, ehrenamtlichen Dienst, um Leben und Gesundheit, um Hab und Gut ihrer Mitmenschen zu schützen. Dafür möchte ich Ihnen, den heutigen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, ganz herzlich danken. Danken möchte ich zudem Ihren Angehörigen, ohne deren Verständnis und Unterstützung eine so große Einsatzbereitschaft wohl kaum möglich wäre.“  Weiter betonte er, „ die Gemeinschaft brauche die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, ihren Mut, ihr Wissen, ihre Umsicht und die Bereitschaft, dorthin zu rennen, von wo andere weglaufen. Deshalb bin ich froh, dass es der Stadt Grimma gelungen ist, ein Bau des neuen Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Großbardau mit ansprechenden Gemeinschaftsräumen zu ermöglichen.“  

Foto: Privat

Ortswehreiter Andreas Wittig übergibt die Ehrenurkunde an das noch wehrangehörigen Gründungsmitglied

Tolle Tage mit Schülern aus Kasachstan

Tränen mag es heute in Colditz geben, wenn die kasachischen Austauschschüler Abschied nehmen. Zwei Wochen lang besuchten sie den Unterricht in der Sophienschule, unternahmen Ausflüge und verbrachten die Freizeit in ihren Gastfamilien.Nun geht’s zurück in die Heimat.
17 Sechst- bis Elftklässler vom Gymnasium Nummer elf in Almaty, der früheren kasachischen Hauptstadt, waren mit ganz konkreten Vorstellungen in die Bundesrepublik gekommen. “Sie möchten hier studieren”, sagte die stellvertretende Leiterin der Bildungsstätte, Aiman Akylbekova. Fünf der Schüler hätten schon zugesagte Plätze an der Universität Leipzig in der Tasche, andere in Marburg und Hannover. Deutsch sprechen sie alle perfekt, weil es als erste Fremdsprache an ihrem Gymnasium unterrichtet wird.
So war die Kommunikation kein Problem. Die Gäste konnten dem Unterricht folgen, sich aber auch auf den Ausflügen verständigen. Sie besuchten unter anderem Dresden, das Elbsandsteingebirge, den Fichtelberg, Seiffen und die Burg Kriebstein. Eine Schlauchbootfahrt auf der Mulde rundete ihr Programm ab.
Immer mit dabei waren ihre deutschen Partnerschüler, die zum Großteil im vergangenen Jahr 14 Tage in Almaty verbracht und damit eine Tradition begründet hatten, die Russischlehrerin Monika Guhlmann auf alle Fälle fortsetzen will. “Nächstes Jahr fahren wir wieder für zwei Wochen zum Gymnasium nach Kasachstan. Wir haben schon viele Interessenten aus den Klassen fünf bis neun”, sagte sie. “Die jetzigen Zehntklässler können dann natürlich nicht mehr mit, denn sie verlassen demnächst unsere Oberschule. Ich hoffe aber, dass die Freundschaften, die sich gebildet haben, bestehen bleiben.”
Die deutsche Seite verbindet etwas andere Erwartungen mit dem Kontakt. Den Schülern geht es nicht um ein Studium im fernen Land. “Wir wollen in ihnen Verständnis für fremde Kulturen mit ihren Sitten und Bräuchen wecken, Vorurteile abbauen und die Russisch-Kenntnisse vertiefen”, so Guhlmann. Das begrüßte der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes, der sich ein Bild vom Schüleraustausch verschaffte: “Besser kann man Völkerverständigung nicht machen.” von Frank Pfeifer

Quelle: LVZ Muldental vom 08.05.2015

Bild: privat

Ran an die Kuh: Bei Colditzer Schul-Skills schnuppern Schüler schon Azubi-Luft

26 Firmen beteiligen sich bei Mini-Ausgabe der Berufe-WM / Kontaktaufnahme hilft auch den Betrieben

Von Frank Pfeifer
Colditz. Im Grunde wollte der Raumausstatter Böhme-Voigt aus der Töpfergasse keine Lehrlinge aufnehmen. Doch als sich der Betrieb im vergangenen Jahr zu den ersten Schul-Skills in der Sophienschule präsentierte, probierte sich Maximilian Völkel an dessen Technik aus und leckte Blut. Er bewarb sich später bei dem Unternehmen, das ihn dann als Auszubildenden einstellte. Gestern nun, zur zweiten Auflage der recht ungewöhnlichen Veranstaltung zur Berufsorientierung, verlegte er in Leipzig gerade einen Fußbodenbelag, während ein Freund von ihm den gleichen ersten Schritt ging: Patrick van Thiel.
“Er macht sich ganz gut”, urteilt Firmenchefin Kerstin Böhme. Der 16-Jährige sitzt zum ersten Mal in seinem Leben an einer Nähmaschine, muss ein Kissen herstellen. Und er ist begeistert. So wie ihm geht es wohl den meisten Oberschülern, die sich entsprechend ihrer Wünsche und Fähigkeiten aus 26 Angeboten vier Betriebe aussuchen können, die sie näher kennenlernen wollen. Und das nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch.
Sie ziehen unter anderem Mauern hoch, lernen, wie pflegebedürftige Menschen gelagert werden, melken eine künstliche Kuh, zimmern Holzbänke, spülen eine Abwasserleitung frei oder absolvieren einen sportlichen Parcours der Bundeswehr. Eine halbe Stunde lang beobachten die Firmenvertreter, wie der Einzelne seine Aufgabe erledigt. Dafür gibt’s für jeden sogenannte Kompetenz-Armbänder. Sie zeigen an, wer beispielsweise durch logisches Denken hervorsticht, Kreativität oder Ausdauer zeigt. “So werden Stärken deutlich gemacht, anstatt auf Schwächen zu verweisen”, erläutert Ronny Kritz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Schul-Skills zusammen mit der Agentur für Arbeit Oschatz und der Leipziger Zarof GmbH unterstützt.
Praxisnähe schreibt die Sophienschule schon lange groß. Sie hat sogar einen eigenen Neigungskurs entwickelt, die Einführung in die Marktwirtschaft. Vier Stunden pro Woche sind die Mädchen und Jungen in ansässigen Betrieben wie Anona und Hagebaumarkt tätig, aber auch in Kindertagesstätten.
Das aber reichte Beratungslehrerin Simone Priemer nicht. Für die Bildungsstätte, die 2008 das sächsische Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung errang und fünf Jahre später verteidigte, wollte sie mehr. Als sie 2013 mit Schülern die Weltmeisterschaft der Berufe, die World-Skills, in Leipzig besuchte, kam ihr die Idee, etwas ähnliches in Colditz zu probieren, freilich in einem ganz anderen Rahmen.
Schulsozialarbeiterin, Kompetenzberaterin, Praxisbetreuerin, Förderverein der Schule und Eltern zogen mit. Beim Unternehmerstammtisch der Stadt rannte Priemer offene Türen ein. 19 Firmen beteiligten sich zur Premiere im vergangenen Jahr, bei der, wie das Beispiel von Maximilian Völkel zeigt, die Basis für künftige Laufbahnen gelegt wurde.
Gestern sind es also 26 Betriebe, die den Kontakt zum Nachwuchs suchen. Schüler werden auf sie aufmerksam und Firmen entdecken Schüler, die sie für sich gewinnen wollen, vielleicht zunächst erst einmal für ein Praktikum. “Das geschieht mit viel Engagement und ist wichtig, um den Schulstandort zu erhalten”, urteilt der Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes (CDU), der die Veranstaltung besucht. Für andere Bildungseinrichtungen sollten derartige praxisnahen Berufsorientierungen ein Vorbild sein.
Während sich die Erwachsenen über solche grundlegenden Fragen Gedanken machen, hat Patrick van Thiel sein Kissen fertig, möchte weiter zur nächsten Station, wo er ins Friseurhandwerk hineinschnuppern will. Eigentlich bräuchte er das alles nicht, denn er hat schon eine Fotografen-Lehrstelle in Leipzig gesichert. Trotzdem findet er die Schul-Skills gut. “Man kann immer dazu lernen”, sagt er. “Das erweitert den Horizont.”

Quelle: LVZ Muldental vom 07.05.2015

Foto: privat

Tandem-Modell soll Oberschulen sichern

Kultusministerin Brunhild Kurth plädiert in Colditz für Erhalt der Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum.

Von Robin Seidler
Colditz. “Was ihr hier habt, ist riesig. Ich habe heute viel Kreativität und Kompetenz herausgehört, Hut ab davor. Das ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann.” So lobte am Donnerstagabend fast zum Schluss einer Podiumsdiskussion in der Sophienschule der Schauspieler Hendrik Duryn die Verantwortlichen. In der Fernsehserie “Der Lehrer” glänzt der Hauptdarsteller eher mit ungewöhnlichen pädagogischen Methoden, um seine Schüler zu zügeln. Nun bekamen er und gut 150 Interessierte beim Besuch der sächsischen Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) einen Einblick in die Schulpolitik des Freistaats.
Andreas Horn, Leiter der Colditzer Bildungsstätte, stellte zu Beginn den Alltag, die verschiedenen Angebote sowie Kooperationen und Erfolge seines Hauses vor. In der Diskussionsrunde ging Lehrerin Simone Priemer unter anderem auf die Rezertifizierung des Qualitätssiegels ein. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt – vor allem von der hohen Anzahl der anwesenden Schüler.
Nachdem sie vor wenigen Tagen mit dem Vorstoß in Erscheinung getreten war, in den Grundschulen des ländlichen Raumes jahresübergreifende Klassen zu bilden, kam sie nach Colditz mit einer Idee für Oberschulen. “Schule ist Standortfaktor. Wir können definitiv nicht in eine Schulschließungswelle übergehen”, erklärte sie und schlug Kooperationen zwischen Schulen im ländlichen Raum mit einem sogenannten Tandem-Modell vor. Kurth: “Das heißt, dass zwei nah zueinander liegende Oberschulen durchaus eine gemeinsame Schulleitung haben können.”
Andererseits seien derzeit im Colditzer Fall 25 Anmeldung für eine fünfte Klasse notwendig, damit das Moratorium greift. “An dieser Zahl ist auch nicht zu rütteln”, betonte die Ministerin. Kritik kam auf, dass jener Wert kaum variabel sei; der Klassenteiler müsse im ländlichen Raum herabgesetzt werden. Laut dem Leiter der Regionalstelle Leipzig der Sächsischen Bildungsagentur, Ralf Berger, ist das eine Frage der Abwägung. “Man muss dabei sinnvoll mit Lehrerressourcen umgehen. Es gibt aber durchaus Differenzierungsmöglichkeiten”, meinte er.
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Fördervereins der Sophienschule, Sonja Schilde, brachte einen weiteren Punkt in die Diskussion ein. “Ich bin dafür, dass auch bei den weiterführenden Schulen Schulbezirke eingerichtet werden, um so die Standortsicherheit zu gewährleisten”, erklärte sie. Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) bekräftigte ihre Meinung: “Im ländlichen Raum wären Schulbezirke ganz gut. Wir sind jahrelang in einen Konkurrenzkampf geraten, den niemand wollte. In einem Unterzentrum wie Colditz braucht man allerdings eine Oberschule. Wir liegen hier an der äußersten Grenze des Landkreises.”
Von der Idee der Einführung von Schulbezirken zeigte sich die Kultusministerin hingegen nicht angetan. “Das würde die Freiheit einengen”, konterte sie. Kurth schlug den Verantwortlichen der Sophienschule vor, regelmäßig an einem runden Tisch Gespräche zu führen, mit welchem Konzept die Einrichtung in die Zukunft gehen will.
Zudem werde sie sich bemühen, dass die Zukunft der sächsischen Oberschulen nicht nur ein Wahlkampfthema ist, sondern unter der neuen Regierung nach der Landtagswahl im August schnell die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden. Vorschläge dazu könnten durchaus noch von den einzelnen Schulen eingebracht werden.

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LVZ Muldental vom 07.06.2014

Bilder: privat

Kirmes wechselt die Perspektive

Bereits zum 6. Mal haben die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege die Vertreter  der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien für einen Tag in soziale Einrichtungen zur Mitarbeit eingeladen. Auch in diesem Jahr nahm der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes an dieser Aktion teil. Im Einsatz war er im AWO Kinder- und Jugendhaus in Bad Lausick.   Das AWO Kinder- und Jugendhaus  (KJH) versteht sich als eine Verbindung von betreuten Freizeitangeboten und der gezielten pädagogischen Entwicklung der Persönlichkeit der jugendlichen Besucher. Das KJH betätigt sich in den Bereichen der außerschulischen Jugendbildung, insbesondere der allgemeinen, sozialen und kulturellen Jugendbildung. Arbeitswelt-, schul- und familienbezogenen Jugendarbeit, Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit sowie die Kinder- und Jugenderholung sind ebenso ein Teil seiner Arbeit. Dabei bildet die Möglichkeit der Freizeitgestaltung in den Räumen des KJH die Grundlage für die Durchführung pädagogischer Maßnahmen.

Im Gespräch mit Jugendlich hat sich gezeigt, dass die Angebote gerne angenommen werden, was wohl nicht zuletzt auf engagierte Arbeit der Sozialpädagogin und Leiterin Frau Voigt zurückzuführen ist. Ich konnte tatsächlich eine andere Perspektive an diesem Tage einnehmen und erfahren,“- so Kirmes.

Schule=Schüler=Zukunft

Was bedeutet Schule, was muss oder soll sie leisten gerade auch im ländlichen Raum? – Zum Gespräch darüber wird am Donnerstag (5. Juni 2014) um 17 Uhr in die Colditzer Sophienschule eingeladen. Ansichten werden durch prominente Menschen eingebracht und zur Diskussion mit Colditzern gestellt: Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth, vom Regierungshause aus für Bildung zuständig, der Schuldirektor Andreas Horn, CDU-Landtagsabgeordneter Svend-Gunnar Kirmes und Schauspieler Hendrik Duryn. Er spielte den Lehrer in der gleichnamigen RTL-Serie, die mit ihrem sozialkritischen Charakter den Deutschen fernsehpreis 2009 gewann.  Ob seine TV-Perspektive mit der lokalen Wirklichkeit übereinstimmt, wird sicher eine Rolle spielen.

Motto der Veranstaltung ist „Schule = Schüler = Zukunft“ und spielt durchaus auch auf die Colditzer Vor-Ort-Situation an.  Neben Vertretern einheimischer Unternehmen, Lokalpolitikern, Eltern- und Schülersprecher werden auch der Chef der Sächsischen Bildungsagentur sowie Experten für Berufsorientierung erwartet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Lehrer

17. Radlertour der Muldentaler

Die Radlertour der Muldentaler führte dieses Jahr nach Grimma. Aus 15 Orten waren die Radler gestartet – die weiteste Reise hatten Radler aus Leipzig, die am Leipziger Grassimuseum gestartet waren. Über 400 Sportfreunde wollten die Heimat auf zwei Rädern entdecken.

Wie jedes Jahr hat der CDU-Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes auch diesmal mitgemacht. Gestartet in Otterwisch fuhr er mit 20 weiteren Radler nach Grimma. Kurze Pause widmeten die Sportfreunde dem Besuch der Großbucher Kirche, wo sie den Ortschronist Herr Erfurt kennenlernten. Nach der Kirchenführung und dem Besuch einer kleinen Ausstellung ging es dann weiter nach Grimma.  

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Am Zielort, dem Grimmaer Markt, erwartete die Radfahrer ein buntes Programm! Nach der Begrüßung durch den Landrat Dr. Gerhard Gey, Oberbürgermeister Matthias Berger und Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes gab es diverse Aktions- und Mitmachangebote (z.B. Darbietungen auf der Bühne, Infostände, Fahrradhändler) und selbstverständlich war für das leibliche Wohl gesorgt.

Grundsteinlegung der Zweifelder-Sporthalle in Bad Lausick

Am 16. Mai 2014 fand die Grundsteinlegung der Zweifelder-Sporthalle an der Oberschule „Werner Seelenbinder“ in Bad Lausick statt. Knapp drei Millionen Euro wird dafür investiert. Eine Million Euro steuert das Land Sachsen bei. Schon 2009 war die Sanierung der Turnhalle geplant. 450 000 Euro aus dem Konjunkturpaket  sollte dafür investiert werden. Das war aber nicht ausreichend und so wurde dieses Geld in die Sanierung der Oberschule umgeleitet, die auch dringend saniert werden musste. 2012 kam endlich der Fördermittelbescheid aus Dresden.  Nach einer langen Auseinandersetzung mit der Denkmalschutzbehörde gab es endlich „das grüne Licht“ für den Bau.

Kultusministerin Brunhild Kurth, Bürgermeister Josef Eisenmann, Landrat Gerhard Gey und CDU-Landtagsabgeordneter Svend-Gunnar Kirmes versenkten eine Edelstahl-Kapsel im Hallenfundament.  Ende September nächsten Jahres wird es mit der Vollendung des Baus gerechnet.      

Zschadraßer Schandfleck verschwindet

Verwaister Block einstiger Klinikmitarbeiter vor Abriss / Innenstaatssekretär übergibt Fördermittelbescheid über 72 000 Euro.

Colditz/Zschadraß. “Nur Zelten ist billiger”, mit diesem zugegeben markigen Spruch wird in Zschadraß um Mieter geworben. Dennoch stehen nicht wenige der Wohnungen in den sanierten Blöcken aus DDR-Zeiten leer. Das könnte sich ändern, sobald der Schandfleck des Areals beseitigt ist. Dessen Tage sind gezählt: Der direkt an der Zschadraßer Hauptstraße befindliche, verwaiste Dreigeschosser 20 bis 26, dessen Fenster und Türen mit Brettern verbarrikadiert sind, soll bis zum Jahresende abgerissen werden. Gestern übergab Innenstaatssekretär Michael Wilhelm einen entsprechenden Fördermittelbescheid über 72 000 Euro an Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos). Der wird die Summe an die zuständige O. K. Haus- und Immobilienverwaltung GmbH weiterleiten.

Die 73-jährige Hannelore Schmiel kann sich noch gut erinnern, wie sehr sie sich damals gefreut hatte, eine der begehrten Wohnungen in dem Block für Klinikmitarbeiter beziehen zu dürfen: “Das war 1967 und ein Glücksfall für unsere Familie”, erzählt die Rentnerin, die als Friseurin in der Klinik gearbeitet hatte: “Küche, Bad, Wohnzimmer – und zum Fest kam der Weihnachtsmann hoch zu Ross, es war immer schön.” Schmiel gehörte mit Christiane Ludwig zu den allerletzten Mietern, die vor rund zehn Jahren den “Altbau” verlassen hatten und in die benachbarten sanierten Wohnblöcke zogen. “Ich bin froh, dass die Ruine endlich verschwindet. Wie sieht denn das aus? Wer will schon neben so einen Schandfleck ziehen? Vielleicht stehen in unseren Blöcken auch deshalb manche Wohnungen leer.”

Innenstaatssekretär Wilhelm ließ es sich gestern nicht nehmen, den Fördermittelbescheid persönlich in Zschadraß zu überbringen: “In der Vergangenheit hatten Kommunen bei abbruchreifen Gebäuden kaum Handhabe, sofern die Liegenschaften in privatem Besitz waren”, sagte Wilhelm: “Sachsen hat deshalb beim Landesprogramm ,Rückbau Wohngebäude’ den Fokus auf private Eigentümer gelegt.” Im Programm stünden in diesem Jahr 900 000 Euro zur Verfügung. Gefördert würden die nachgewiesenen Kosten, höchstens jedoch bis zu 50 Euro je Quadratmeter zurückgebauter Wohnfläche, hieß es.

Der Innenstaatssekretär zeigte sich gut unterrichtet über die Vorgänge in Colditz. Vielleicht lag das auch an seinem Bekannten, Johannes Freitag, der ebenfalls bei der Übergabe des Bescheids anwesend war. Freitag ist Chirurg in Dresden: “Ich war früher in Colditz mit Bürgermeister Matthias Schmiedel in die Schule gegangen. Ich bin mit ihm genauso befreundet wie mit dem Innenstaatssekretär, dem ich vor Jahren den Blinddarm entfernt hatte, und den ich seitdem über die Geschehnisse in meiner alten Heimat Colditz auf dem Laufenden halte.”

Sven Rozsahegyi, Prokurist der O. K. Haus- und Immobilienverwaltung, die in Kliniknähe 130 Wohnungen vorhält, kündigt den Abriss des Blockes Zschadraßer Hauptstraße 20 bis 26 zum Jahresende an: “Jedenfalls ist das eine Auflage.” Vor einigen Jahren hatte seine Gesellschaft bereits einen ersten Anlauf genommen, den verwaisten Block abzureißen. Doch damals sei der Fördermittelantrag ins Leere gelaufen. “Wir erhoffen uns von dem Abriss eine spürbare Aufwertung des Areals.”

Dezernent Dirk Rasch, Landtagsabgeordneter Svend-Gunnar Kirmes (CDU) sowie Stadträte verschiedener Fraktionen erlebten einen sichtlich bewegten Bürgermeister Schmiedel, der seine Kindheit als Arztsohn in Zschadraß verbrachte: “Früher waren Ärzte und Personal komplett im Klinikgelände ansässig. Das hat sich geändert. Inzwischen wohnen die Beschäftigten des Klinikums in der gesamten Region, die meisten Ärzte in den Großstädten.” Den aktuellen Förderbescheid wertet er als ein Bekenntnis zum Zschadraßer Standort mit über 400 Arbeitsplätzen. Natürlich hätte er lieber Fördergelder für einen Neubau entgegen genommen, so Schmiedel, doch müsse dem demografischen Wandel Rechnung getragen werden: “Selbst wenn angesichts des Abrisses manch einstigem Mieter schwer ums Herz wird, so bietet der Rückbau doch die Chance, die Attraktivität des verbleibenden Wohnbestandes zu erhöhen.”

Das sieht Bernd “Bimbo” Schneider ähnlich. Der 67-jährige einstige Pfleger wohnt in Sichtweite zur Ruine, die einst das Zuhause seiner Familie war: “Es tat weh, als dort zuletzt die Scheiben eingeworfen wurden. Insofern ist es gut, wenn der Block nun verschwindet.” Haig Latchinian

Bild: Vorm abzureißenden einstigen Wohnblock: Prokurist Sven Rozsahegyi, Innenstaatssekretär Michael Wilhelm, Landtagsabgeordneter Svend-Gunnar Kirmes, Mieter Bernd Schneider, Bürgermeister Matthias Schmiedel und Dezernent Dirk Rasch (v.l.).

Foto: Haig Latchinian

LVZ Muldental vom 14.05.2014

 

 

Fördermittel für das Jagdhaus Kössern

Am 12. Mai 2014 hat die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau von Schorlemer, auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes das Jagdhaus in Kössern besucht.  

Frau von Schorlemer hat den Fördermittelbescheid für die dringend notwendige Sanierung des Jagdhauses an den Oberbürgermeister Matthias Berger und Vereinsvorsitzenden von „Das Jagdhaus e.V.“ Bernd Wagner übergeben.

Das Jagdhaus zu Kössern ist ein Barockbau des Oberhofjägermeisters Wolf Dietrich von Erdmannsdorff, Ältestenminister am Hofe des Kurfürsten Friedrich August I. Es wurde um 1709 von Matthias Daniel Pöppelmann geschaffen.

 

Um das von Leerstand und Verfall bedrohte Gebäude wiederzubeleben und zu sanieren, gründete sich im Jahr 2000 der Verein „Das Jagdhaus e. V.“ Seitdem hat sich das Jagdhaus zu einem weit über die Region hinaus anerkannten Zentrum kulturellen Lebens entwickelt. Konzerte und Lesungen, historische Führungen und Veranstaltungen, Trauungen und Hochzeiten, Seminare und musikalische Ausbildung führen tausende Menschen in das wunderschöne Ambiente dieses Denkmals.

 

Viele restauratorische Maßnahmen konnte der Verein selbst umsetzen und somit das Gebäudeensemble erhalten und verschönern. Aber eine Grundsanierung war dringend notwendig, da seit über 50 Jahren keine öffentlichen Mittel investiert wurden. Dach, Fassade und Haustechnik sind in desolatem Zustand, Trockenlegung, Wärmedämmung und Brandschutzmaßnahmen dringend erforderlich. Auch die im Original erhaltenen Stuckelemente und Deckenmalereien verfallen zusehends.

Nun jetzt kann die Restaurierung endlich beginnen.